Jägerinnen mit eigener Stimme: Wegweisende Frauen in der Welt der Jagd
In der Welt der Jagd, die traditionell von männlichen Figuren dominiert wurde, treten immer mehr Frauen selbstbewusst in den Vordergrund. Sie beweisen Leidenschaft, Fachwissen und ein tiefes Engagement für Natur und Naturschutz.
In diesem Bericht stellen wir fünf Influencerinnen der Jagdszene vor, die aus verschiedenen Regionen und mit unterschiedlichen Hintergründen die Jagdgemeinschaft inspirieren. Mit ihren persönlichen Geschichten, authentischen Inhalten und den Werten, die sie fördern, machen diese einflussreichen Jägerinnen die aktive Rolle der Frau in diesem Sektor sichtbar. Sie stehen für eine nachhaltige Jagd, den Schutz der Umwelt und Gleichberechtigung. Begleiten Sie uns beim Kennenlernen ihres Werdegangs, ihrer Inhalte und ihres Einflusses auf eine respektvolle und verantwortungsbewusste Jagd.
Maite Cornejo – Familiäre Tradition und junge Leidenschaft

Maite Cornejo, auf Instagram bekannt als @hunter_epagneul_maite, ist eine junge Jägerin aus La Rioja. Sie verkörpert die Verbindung zwischen familiärer Tradition und dem Elan der neuen Generation. Schon als Kind erlebte sie die Jagd als Teil ihres Erbes: Ihr Vater vermittelte ihr die Liebe zum Waidwerk, insbesondere zur Niederwildjagd mit Hund. Heute ist sie eine leidenschaftliche Hundeführerin, stets begleitet von ihren Epagneul Bretons Leo und Gus. Maite ist eine erfolgreiche Wettkämpferin und vertrat La Rioja bereits bei nationalen Meisterschaften im Jagdspaniel-Bereich.
In den sozialen Netzwerken teilt sie ihre Jagdtage in den Landschaften von La Rioja und Asturien. Ihr Stil ist authentisch: Fotos direkt aus dem Revier, Momente der Verbundenheit mit ihren Hunden und Szenen des ländlichen Lebens. Als Botschafterin der Marke Rebecca Hunting zeigt sie ein modernes Bild der Jägerin. Maite fördert eine ethische und nachhaltige Jagd und erinnert stets daran, wie wichtig es ist, die Umwelt zu kennen und zu schützen.
Andrea Neira – „My Shooting Journey“: Eine internationale Reise des Schießsports

Unter dem Pseudonym @myshootingjourney hat Andrea Neira ihren Einstieg in die Welt des Schießens und der Jagd in eine Inspirationsquelle für tausende Follower verwandelt. Geboren in Madrid, wuchs sie ohne jagdlichen Hintergrund auf. Ihre Leidenschaft entdeckte sie erst später in Schweden, wo sie beim Tontaubenschießen auf Anhieb 24 von 25 Tauben traf – eine beeindruckende Leistung für eine Anfängerin.
Heute ist Andrea Gründerin von My Shooting Journey, einer der renommiertesten weiblichen Schießsport-Communities in Europa, und offizielle Botschafterin der italienischen Flintenmarke Perazzi. Sie teilt Lehrvideos mit Tipps von Top-Instruktoren, Ausrüstungsberichte und Berichte von internationalen Wettkämpfen. Mit über 30.000 Followern bricht sie Stereotypen auf und ermutigt Frauen, die Angst vor Waffen zu verlieren und den Schießsport professionell und sicher auszuüben.
Eva Rius – Jagdchampion und Pionierin der spanischen Jägerinnen

Eva Rius ist eine feste Größe im spanischen Jagdsport. Die Psychologin und passionierte Hundeführerin hat eine beeindruckende Karriere bei Niederwildwettbewerben hinter sich. Ihr Herz schlägt für die Jagd mit Vorstehhunden (insbesondere English Settern). Seit 2009 nimmt sie an den San Huberto Weltmeisterschaften teil und stand bereits mehrfach auf nationalen und internationalen Podien.
Im Jahr 2022 krönte sie ihre Karriere als zweifache spanische Meisterin. Eva war eine der ersten Frauen, die sich in diesem Bereich einen Namen machten. Auf ihrem Instagram-Profil @eva_riushuntress teilt sie die harte Arbeit hinter den Erfolgen und die Schönheit des Lebens im Revier. Sie verteidigt die ethische Jagd als Teil ihrer Identität und inspiriert junge Frauen, das Waidwerk als Lebensweise im Einklang mit der Natur zu sehen.
Johanna Clermont – Globale Influencerin, die Klischees bricht

Aus Frankreich kommt der Einfluss von Johanna Clermont (@johannaclermont). Mit nur 27 Jahren ist sie eine der prominentesten Jagd-Influencerinnen Europas. Ihr Motto „Harvest with purpose. Eat with pride“ (Ernte mit Ziel. Iss mit Stolz) fasst ihren Fokus auf die nachhaltige Nutzung von Wildbret zusammen. Sie hat es geschafft, ein junges und diverses Publikum für die Jagd zu begeistern.
Auch Johanna stammt nicht aus einer Jägerfamilie. Eine Einladung zur Jagd in ihrer Jugend änderte alles. Heute arbeitet sie mit Weltmarken wie Browning zusammen. Trotz massiver Anfeindungen und Drohungen von Jagdgegnern steht sie fest zu ihrer Leidenschaft. Sie kämpft gegen Vorurteile und hat ihre eigene Agentur gegründet, um junge Content-Creator im Jagdbereich zu unterstützen. Ihr Stil verbindet klassische Eleganz mit kompromissloser jagdlicher Kompetenz.
Laura Borrallo – Eleganz, Tradition und Aufklärung

Laura Borrallo (@lauuuraa_308) ist eine der einflussreichsten Stimmen der spanischen Jagdszene. Die Extremadurierin verbindet ihr familiäres Erbe mit einem modernen Bild der Jägerin. Für sie ist die Jagd ein Werkzeug des Managements und der Erhaltung der Natur.
Laura setzt auf Pädagogik statt auf Polemik. In Interviews und sozialen Netzwerken erklärt sie fundiert, warum Jagd und Umweltschutz Hand in Hand gehen. Ihr Ziel ist die Normalisierung und Integration der Frau in das ländliche Leben und das Waidwerk, wobei sie durch ihre empathische Art auch Nicht-Jäger erreicht.
Meri – Von der Tierschützerin zur Jägerin: Eine Wandlung aus Überzeugung
Ihre Geschichte ging viral: Meri, eine Jägerin aus Andorra, war früher eine überzeugte Jagdgegnerin und „Animalistin“. Durch ihren Partner lernte sie die Realität des Waidwerks kennen und änderte ihre Meinung grundlegend. Heute betreibt sie die Jagd gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem 11-jährigen Sohn als gesundes Familienhobby.
Meri räumt mit dem Klischee auf, dass Jäger nur zum Schießen in den Wald gehen. Für sie bedeutet Jagd Respekt, Geduld und Naturverbundenheit. Sie lädt Tierschützer offen dazu ein, sich selbst ein Bild vor Ort zu machen, um Vorurteile abzubauen. Ihr Zeugnis ist eine wichtige Brücke zwischen zwei oft gegensätzlichen Lagern und zeigt, dass Information und direkter Kontakt den Weg für gegenseitigen Respekt ebnen können.
Fazit: Sichtbarkeit und Engagement für die Jägerin
Diese Geschichten spiegeln die Stärke der Frauen in der heutigen Jagdwelt wider. Ob durch familiäre Tradition, sportlichen Erfolg oder eine persönliche Wandlung – sie alle teilen die Liebe zur Natur und den Stolz auf das Waidwerk. Wir feiern diese Frauen, die Klischees abbauen und zeigen, dass Jagd keine Frage des Geschlechts ist, sondern von Leidenschaft und Werten lebt.
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