Viele unserer Kunden fragen uns nach den Unterschieden zwischen Luftpistolen und CO2-Pistolen. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen die wichtigsten Unterschiede sowie die bedeutendsten Modelle beider Kategorien.
Beginnen wir mit den verschiedenen Modellen von Luftpistolen (Druckluft): Einerseits haben wir Pistolen mit Vorkomprimierungssystem (Kolben).
Eines der bekanntesten Modelle ist zweifellos die Gamo PR-45. Diese Pistole ist ein Einzellader-System, das heißt, vor jedem Schuss muss ein Diabolo manuell eingelegt werden. Wichtig zu erwähnen ist, dass diese Pistolen im Kaliber 4,5 mm gefertigt sind und nur Bleidiabolos akzeptieren, vorzugsweise vom Typ Match (Flachkopf).
Die Leistung dieser Pistolen liegt unter 7,5 Joule. Dank ihres gezogenen Laufs ist sie speziell für das Präzisionsschießen konzipiert und eignet sich hervorragend für den Einstieg in die Welt des Sportschießens. Die PR-45 ist mit nur 780 Gramm und einer Länge von 27 cm sehr handlich. Zudem verfügt sie über einen Anti-Vibrations-Mechanismus, der den Schuss noch komfortabler macht.
Ein sehr ähnliches Modell ist die Gamo AF-10. Sie bietet die gleichen Vorteile wie die PR-45, verfügt jedoch zusätzlich über ein internes Magazin für bis zu 10 Rundkugeln (Bleirundkugeln). Beide Pistolen werden inklusive Transportkoffer geliefert.
Ein weiteres System sind Federdruck-Pistolen. Hier ist die Cometa Indian hervorzuheben, eine der schnellsten auf dem Markt. Sie erreicht eine Mündungsgeschwindigkeit von 150 m/s, die mit Legierungs-Diabolos (wie den Gamo Raptor) noch gesteigert werden kann. Sie besitzt eine verstellbare Visierung und wird ebenfalls im Koffer geliefert.
Ein weiteres Modell mit Federdrucksystem ist die Supercharger der Marke Hatsan.
Als letztes Modell unter den Luftdruckwaffen gibt es die Gaskolben-Pistolen (IGT/Vortex).
Hier zeigen wir Ihnen die Merkmale der Gamo P900 IGT. Auch dies ist ein Einzellader-System für alle Arten von Bleidiabolos (außer Rundkugeln). Diese Gamo-Pistole hat eine Leistung von weniger als 7,5 Joule und ist mit nur 560 Gramm eines der leichtesten Modelle. Sie ist auch als „Gunset“ erhältlich – ein Set bestehend aus Pistole, Kugelfang, Zielscheiben und Diabolos.
Ein weiteres Gaskolben-Modell ist die Supertact Vortex von Hatsan. Diese Pistole kann mit einem abnehmbaren Schaft ausgestattet werden, wodurch sie sich in ein kleines Gewehr verwandelt. Der Vorteil dieser Pistolen gegenüber CO2 ist, dass sie keine so aufwendige Wartung benötigen. Es ist ausreichend, sie nach dem Gebrauch zu reinigen und eine regelmäßige Wartung durchzuführen (z. B. Reinigungspfropfen aus Baumwolle verschießen). Zudem sind sie meist präziser und oft leistungsstärker als CO2-Pistolen.
Ein Nachteil gegenüber CO2-Waffen ist die Notwendigkeit, nach jedem Schuss neu zu laden, was schnelle Schussfolgen unmöglich macht.
Kommen wir nun zu den CO2-Pistolen. Diese sind aufgrund ihrer schnellen Schussfolgen bei unseren Kunden sehr beliebt. Ein klassisches Beispiel ist die Gamo PT-85.
CO2-Pistolen verfügen oft über ein Mehrschuss-Magazin (z. B. 8 Schuss an jedem Ende). Das bedeutet, man hat ein Wendemagazin, das auf beiden Seiten geladen werden kann. Ist eine Seite leer, nimmt man das Magazin kurz heraus, dreht es um und schießt weiter.
Zu beachten ist, dass diese Pistolen keine langen Diabolos akzeptieren. Ideal sind Match-Diabolos wie die Gamo Pistol Cup. Während die PT-85 nur Bleidiabolos verschießt, gibt es Modelle, die nur für Stahl-BBs (Rundkugeln) ausgelegt sind, wie die Beretta Elite II.
Ein dritter Typ, wie die Gamo C-15, erlaubt das Verschießen von sowohl Bleidiabolos als auch Stahl-BBs.
Ein besonderes Highlight bei CO2-Pistolen ist das Blowback-System. Dabei repetiert der Schlitten bei jedem Schuss nach hinten, was den Rückstoß und das Gefühl einer echten Feuerwaffe simuliert. Auch die Sig Sauer P226 bietet dieses System. Wer dies nicht mag, kann auf Modelle ohne Blowback zurückgreifen, wie die Glock 19.
Das Gewicht dieser Waffen ist meist moderat (die PT-85 wiegt ca. 790 Gramm), während die Leistung meist zwischen 3 und 4 Joule liegt. Der Antrieb erfolgt über kleine 12g CO2-Kapseln.
Der größte Vorteil von CO2-Pistolen ist die Geschwindigkeit: Man kann sehr schnell hintereinander schießen. Zudem sehen sie echten Dienstwaffen oft täuschend ähnlich.
Allerdings gibt es auch Nachteile: Die Wartung ist intensiver. Nach einigen verbrauchten Kapseln sollte das Ventil mit einer Wartungskapsel gereinigt werden. Auch der Lauf muss regelmäßig gepflegt werden. Besonders wichtig: Wenn Sie mit dem Schießen fertig sind, entfernen Sie die CO2-Kapsel. Bleibt sie über längere Zeit unter Druck in der Waffe, können die Dichtungen und das Ventil dauerhaft Schaden nehmen.
Nun liegt die Entscheidung bei Ihnen, welches System am besten zu Ihren Bedürfnissen passt!