Das Einschießen eines Zielfernrohrs kann etwas mühsam sein, ist aber für die spätere Zufriedenheit unerlässlich – vor allem, wenn wir Schüsse auf größere Distanzen wagen wollen, zum Beispiel auf 50 m mit einem Luftgewehr im Kaliber 4,5 mm.
Ein Luftgewehr-Zielfernrohr einschießen
Das Einschießen eines Zielfernrohrs mag manchem unnötig erscheinen, aber man muss bedenken: Ein korrekt eingestelltes Zielfernrohr bedeutet Komfort und mehr präzise Treffer.
Um ein Zielfernrohr einzuschießen, muss es bereits fest und in der endgültigen Position auf dem Gewehr montiert sein. Es wäre nicht korrekt, mit dem Justieren zu beginnen, bevor das Visier sicher mit dem Gehäuse des Gewehrs verbunden ist.
Zudem ist es für ein gutes Ergebnis unerlässlich zu wissen, wie man das Gewehr hält. Luftgewehre haben einen spürbaren Rückstoß. Es ist nicht unbedingt empfehlenswert, das Einschießen auf einem festen Schießbock durchzuführen, da sich das Gewehr an der Schulter, in der Schusshaltung und am Abzug ganz anders verhält. Unsere Empfehlung ist eine Position, die Ihrer endgültigen Schusshaltung so nahe wie möglich kommt, so stabil und fest wie möglich, um das Visier originalgetreu einzustellen.
Am besten halten Sie das Gewehr an der Schulter abgestützt (Schussposition), fest aber natürlich und unverkrampft. Die Abzugshand sollte den Griff der Waffe finden und den Abzug in einer glatten, konstanten Bewegung betätigen, ohne die Zugbewegung zu überreißen. Es gibt Luftgewehre mit verstellbarem Abzug, sowohl im Druckpunkt als auch im Vorweg. Eine natürliche, eigene Schussweise beizubehalten, ist entscheidend, um nach dem Justieren treffsicher zu sein.
Wie wird ein Zielfernrohr eingeschossen?
Folgen Sie diesen Schritten, um Ihr Visier einzustellen:
Erstens ist es wichtig, dass das Visier korrekt auf dem Lauf (Schiene oder Prismenschiene) montiert ist und der Augenabstand zum Okular etwa 6–8 cm beträgt. Wir müssen prüfen, ob das Absehen sowohl vertikal als auch horizontal korrekt ausgerichtet ist.
Nachdem das Gewehr korrekt gehalten wird, folgt die erste Grobeinstellung. Wir empfehlen für die "erste" Zentrierung die Verwendung einer Tischauflage oder einer anderen Stütze, die den Lauf fixiert. Es ist ratsam, mit Zielen in 10 Metern Entfernung zu beginnen, um zu sehen, wohin das Diabolo fliegt.
Anschließend sollten Sie die Entfernung in Fünf-Meter-Schritten erhöhen, bis Sie die gewünschte Distanz erreicht haben, auf die das Visier eingeschossen werden soll (ideal sind etwa 30 Meter, wobei man bis auf 50 Meter gehen kann). Sobald die Diabolos an der gewünschten Stelle einschlagen, begeben wir uns in die endgültige Schusshaltung und führen die Feinjustierung durch.
Zuletzt sollten Sie als finalen Schritt Dreiergruppen schießen. Durch dieses aufeinanderfolgende Schießen erhalten Sie drei Treffer, die so nah wie möglich beieinander liegen sollten. So lässt sich besser beobachten, in welchem Bereich die Schüsse liegen, und es wird ausgeschlossen, dass ein einzelner Treffer nur Zufall oder Glück war.
Schritte zur Sicherung der Visiereinstellung
Um zuverlässige und präzise Ergebnisse zu garantieren, ist es ratsam, die Schüsse stets aus einer aufgelegten Position abzugeben und folgende Schritte zu befolgen:
1. Geben Sie mehrere Schüsse ab, um eine Konzentration oder Gruppierung auf der Zielscheibe zu erhalten, von der aus die Justierung beginnt.
2. Wenn das Trefferbild mehrere Zoll außermittig liegt, führen Sie die entsprechende Anpassung über die M.O.A.-Klicks durch, um das Absehen ins Zentrum des Ziels zu bewegen – sowohl in der Höhe als auch in der Seite, jedoch nacheinander, nicht gleichzeitig.
3. Schießen Sie eine Gruppe von drei Schüssen.
4. Nutzen Sie das Zentrum dieser Gruppe als Referenzpunkt für die finalen Korrekturen von Seite und Höhe, bis die Gruppierung im Zentrum der Scheibe liegt.
Falls Ihnen der Begriff MOA nicht geläufig ist, können Sie einen unserer früheren Beiträge lesen, in dem wir erklären, was ein MOA in Zentimetern je nach Schussdistanz ist und wie die Türme eines Visiers dies regulieren.
Beispiel für die Visierjustierung

In diesem Bild sehen wir ein Beispiel für die Justierung: Das Zentrum der Gruppe liegt zwei Zentimeter zu tief und drei Zentimeter zu weit rechts. Angenommen, man stellt auf 20 m ein, sollte eine Anpassung von 4–5 Klicks (bei 1/4 MOA pro Klick) vorgenommen werden.
Die nächste Dreiergruppe sollte sehr nah am Zentrum der Scheibe liegen. Falls die Treffer nicht im Zentrum liegen, könnte dies an externen Faktoren wie Seitenwind liegen, oder es müssen erneut MOA-Anpassungen vorgenommen werden, bis die präziseste Einstellung des Visiers erreicht ist.
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