Bei der Auswahl einer APEL EAW Zielfernrohrmontage genügt es nicht, Montageringe mit demselben Durchmesser wie das Mittelrohr des Zielfernrohrs zu wählen. Für eine sichere Montage und einen natürlichen Anschlag müssen Büchse, Montagebasis, Montagesystem, Zielfernrohr, Bauhöhe und die Geometrie der gesamten Kombination zusammenpassen.
In diesem Ratgeber erklären wir, was BH bei APEL EAW Montagen bedeutet, wie diese Maßangabe richtig eingeordnet wird, worin sich die wichtigsten EAW-Montagesysteme unterscheiden und welche Daten vor der Auswahl einer bestimmten Ausführung geprüft werden müssen.

Kurz erklärt: BH steht für Bauhöhe und wird in Millimetern angegeben. Eine größere BH hebt das betreffende Bauteil stärker an. Eine allgemeingültige Zuordnung wie „BH10 eignet sich für jedes Zielfernrohr mit 42-mm-Objektiv“ gibt es jedoch nicht. Entscheidend sind außerdem das EAW-System, die Montagebasis, das Waffenmodell, der Mittelrohrdurchmesser und der tatsächliche Außendurchmesser des Objektivgehäuses.
Was bedeutet BH bei APEL EAW Montagen?
In den technischen Unterlagen von EAW bezeichnet die Abkürzung BH die Bauhöhe in Millimetern. BH10 kennzeichnet beispielsweise eine Bauhöhe von 10 mm, BH17 eine Bauhöhe von 17 mm.
Mit diesem Wert lassen sich unterschiedliche Höhen innerhalb derselben Bauteil- oder Montagefamilie vergleichen. Er gibt jedoch nicht automatisch an, welcher Objektivdurchmesser mit der jeweiligen Ausführung montiert werden kann. Der Bezugspunkt der Messung kann sich bei Montageringen, Vorder- und Hinterfüßen, Montagebasen, Oberteilen für Zielfernrohrschienen und kompletten Montagen unterscheiden.
Daher können zwei Bauteile mit derselben BH in Verbindung mit unterschiedlichen Waffen, Basen oder Montagesystemen zu einer anderen Gesamthöhe des Zielfernrohrs führen.
Orientierungstabelle zur Einordnung der BH
Die folgende Einteilung hilft dabei, die verfügbaren Bauhöhen innerhalb derselben APEL-EAW-Produktfamilie einzuordnen. Sie ersetzt nicht die Prüfung der konkreten Artikelnummer und technischen Zeichnung.
| Bauhöhe | Relative Einordnung | Was geprüft werden muss |
|---|---|---|
| BH 3 bis BH 8 | Sehr niedrige Ausführung innerhalb der betreffenden Baureihe. | Abstand zu Lauf, Systemhülse, offener Visierung und Objektivschutzkappen. |
| BH 9 bis BH 12 | Niedrige Ausführung. | Geometrie der Montagebasis und äußerer Durchmesser des Objektivgehäuses. |
| BH 12,5 bis BH 16,5 | Mittlere Ausführung. | Gesamthöhe, Anschlag, Wangenauflage und freie Betätigung des Verschlusses. |
| BH 17 bis BH 20 | Hohe Ausführung innerhalb der jeweiligen Baureihe. | Wangenauflage, Augenabstand und tatsächlicher Bedarf an zusätzlicher Höhe. |
| BH über 20 | Besonders hohe Ausführung. | Genaue Kompatibilität und Ergonomie der gesamten Waffen-Optik-Kombination. |
Wichtig: Die Begriffe sehr niedrig, niedrig, mittel und hoch dienen ausschließlich der relativen Orientierung. Sie bedeuten nicht, dass eine bestimmte BH automatisch für Objektive mit 42, 50 oder 56 mm geeignet ist.
Objektiv, Objektivgehäuse und Mittelrohr: drei unterschiedliche Maße
Ein häufiger Fehler besteht darin, den Nenndurchmesser des Objektivs mit dem äußeren Durchmesser des Objektivgehäuses oder dem Durchmesser des Mittelrohrs zu verwechseln.
- Objektivdurchmesser: Dieser Wert ist normalerweise Bestandteil der Modellbezeichnung, beispielsweise 3–12x56. Die Angabe 56 mm bezeichnet hier den optisch wirksamen Objektivdurchmesser.
- Äußerer Objektivdurchmesser: Dieser umfasst auch das Gehäuse um die Objektivlinse und ist normalerweise größer als der angegebene Nenndurchmesser.
- Mittelrohrdurchmesser: Dieser muss exakt zum Durchmesser der Montageringe passen, beispielsweise 1 Zoll beziehungsweise 25,4 mm, 30 mm, 34 mm oder 36 mm.
Ein Zielfernrohr mit der Bezeichnung 3–12x56 besitzt daher nicht zwingend einen äußeren Objektivdurchmesser von genau 56 mm. Das Objektivgehäuse vergrößert dieses Maß in der Regel um mehrere Millimeter. Der tatsächliche Außendurchmesser sollte mit einem Messschieber ermittelt oder der technischen Zeichnung des Zielfernrohrherstellers entnommen werden.
So wird die erforderliche Montagehöhe berechnet
Für eine erste geometrische Prüfung kann folgende Formel verwendet werden:
Erforderliche Mindesthöhe der Zielfernrohrachse über der Basis = äußerer Objektivradius − Höhenunterschied zwischen Basis und Lauf + Sicherheitsabstand
Für diese Berechnung werden drei Werte benötigt:
- Den äußeren Durchmesser des Objektivgehäuses messen und durch zwei teilen.
- Den senkrechten Höhenunterschied zwischen der Oberkante der Montagebasis oder Schiene und dem nächstgelegenen Punkt an Lauf, Systemhülse oder Visierung bestimmen.
- Einen kleinen Sicherheitsabstand hinzufügen, damit kein Kontakt entsteht und gegebenenfalls Objektivschutzkappen verwendet werden können.
Das Ergebnis entspricht ungefähr der erforderlichen Mindesthöhe der optischen Achse über der Bezugsfläche. Dieser Wert ist nicht automatisch mit der BH eines EAW-Bauteils identisch. Anhand der technischen Zeichnung muss geprüft werden, von welchem Bezugspunkt die BH der konkreten Ausführung gemessen wird und welche Gesamthöhe daraus entsteht.
Orientierungsbeispiele für 42-, 50- und 56-mm-Objektive
Die folgenden Beispiele zeigen das Berechnungsverfahren. Die verwendeten Außendurchmesser sind Beispielwerte; maßgeblich ist immer das tatsächlich montierte Zielfernrohr.
| Zielfernrohr | Beispielhafter Außendurchmesser | Höhenunterschied | Sicherheitsabstand | Ungefähre Mindesthöhe der Achse |
|---|---|---|---|---|
| 42-mm-Objektiv | 48 mm: Radius 24 mm | 8 mm | 2 mm | 24 − 8 + 2 = 18 mm |
| 50-mm-Objektiv | 57 mm: Radius 28,5 mm | 8 mm | 2 mm | 28,5 − 8 + 2 = 22,5 mm |
| 56-mm-Objektiv | 63 mm: Radius 31,5 mm | 8 mm | 2 mm | 31,5 − 8 + 2 = 25,5 mm |
Diese Ergebnisse dürfen nicht direkt als BH-Wert im Produktfilter gesucht werden. Zuerst wird die benötigte Gesamthöhe ermittelt. Anschließend muss geprüft werden, welche Kombination aus Montagebasis, Vorder- und Hinterfuß, Montagering oder Schienenoberteil diese Höhe auf dem betreffenden Waffenmodell tatsächlich ergibt.
Schnelle Orientierung nach Objektivgröße
| Konfiguration | Üblicher Ausgangspunkt | Unbedingt prüfen |
|---|---|---|
| 42-mm-Objektiv | Möglichst niedrige Montage, sofern ausreichend Freiraum vorhanden ist. | Außendurchmesser, offene Visierung und Laufkontur. |
| 50-mm-Objektiv | Häufig ist eine mittlere Montagehöhe erforderlich. | Höhe der Basis, Schutzkappen und Lage des Okulars. |
| 56-mm-Objektiv | Meist mittlere bis hohe Ausführung. | Tatsächlicher Außendurchmesser und Abstand zum Lauf. |
| 34- oder 36-mm-Mittelrohr | Montageringe mit exakt passendem Durchmesser und geeigneter Bauhöhe. | Mittelrohrdurchmesser nicht mit dem Objektivdurchmesser verwechseln. |
| Zeiss- oder Swarovski-Schiene | Passendes Oberteil für die integrierte Zielfernrohrschiene. | Genaue Schienenart und passende EAW-Artikelnummer. |
Welches APEL EAW Montagesystem ist das richtige?
APEL EAW bietet unterschiedliche Systeme an, weil nicht jede Waffe, Zieloptik und Jagdart dieselbe Montagelösung erfordert. Ausgangspunkt der Auswahl sind das genaue Waffenmodell und die vorhandene Schnittstelle, nicht allein die Marke des Zielfernrohrs.
EAW Schwenkmontagen
Die APEL EAW Schwenkmontage gehört zu den bekanntesten Lösungen des Herstellers. Sie besteht typischerweise aus einer schwenkbaren Vorderfußaufnahme und einem auf die Waffe abgestimmten Hinterfußverschluss. Das System ermöglicht das Abnehmen des Zielfernrohrs und ist bei fachgerechter Auswahl, Montage und Einstellung auf eine hohe Wiederholgenauigkeit ausgelegt.
Eine Schwenkmontage ist besonders interessant, wenn das Zielfernrohr für Transport oder Wartung abgenommen werden soll, die offene Visierung genutzt werden soll oder eine zweite kompatible Zieloptik vorgesehen ist.
Das System ermöglicht je nach Ausführung die Anpassung von Vorder- und Hinterfuß sowie den Ausgleich bestimmter Fertigungstoleranzen. Nach dem Abnehmen, Wiederaufsetzen oder Wechseln einer Zieloptik sollte die Treffpunktlage dennoch kontrolliert werden, bevor die Waffe jagdlich oder sportlich eingesetzt wird.
EAW Aufschub- und Aufkippmontagen
EAW Aufschub- und Aufkippmontagen bieten eine weitere abnehmbare Lösung für kompatible Waffen und Montageschienen. Es gibt Ausführungen mit Montageringen, Oberteilen für Zielfernrohre mit Innenschiene sowie Varianten für Picatinny- oder Weaver-Schienen.

Vor der Auswahl müssen die Art der Montageschiene, Breite und Position der Quernuten, das Verschlusssystem und die obere Schnittstelle zum Zielfernrohr geprüft werden.
EAW Einhakmontagen
Einhakmontagen sind eine klassische Lösung, die häufig auf traditionellen Jagdwaffen zu finden ist. Ihre fachgerechte Anpassung erfordert besondere Kenntnisse, vor allem wenn die Montageplatten an die Waffe angepasst werden müssen.
Eine Einhakmontage darf nicht mit einer modernen Montage verwechselt werden, die lediglich auf eine Schiene geschraubt wird. Ist bereits eine Einhakmontage vorhanden, müssen deren Bauteile genau identifiziert und vermessen werden, bevor einzelne Komponenten ersetzt oder eine zweite Optik ergänzt werden.
APEL EAW Blue Line
Die EAW Blue Line umfasst verschiedene Lösungen für Jagd- und Sportoptiken. Je nach Ausführung gehören dazu Aufkipp-, Block- und Schwenkmontagen. Eine Kompatibilität mit anderen EAW-Komponenten darf nur angenommen werden, wenn sie für die konkrete Artikelnummer angegeben ist.

EAW Black Line
Die EAW Black Line richtet sich an professionelle Anwender sowie an anspruchsvolle Sport- und Long-Range-Konfigurationen. Zu dieser Baureihe gehören technische Montagelösungen wie Ausführungen mit Vorneigung oder Systeme für besonders anspruchsvolle Optikkombinationen.

Eine in MOA oder Milliradian angegebene Vorneigung darf nicht mit der Bauhöhe BH verwechselt werden. Die BH beschreibt eine konstruktive Höhe, während die Vorneigung den Winkel zwischen der Zielfernrohrmontage und der Laufachse verändert.
Additiv gefertigte EAW-Komponenten
EAW setzt bei bestimmten Lösungen auch additive Fertigungsverfahren ein. Unabhängig vom Herstellungsverfahren müssen Artikelnummer, Material, Schnittstelle und vorgesehener Einsatzbereich überprüft werden.

Montageringe oder Oberteile für eine integrierte Zielfernrohrschiene?
Zielfernrohre werden grundsätzlich auf zwei verschiedene Arten mit der Montage verbunden:
- Montage mit Ringen: Der Innendurchmesser der Ringe muss exakt zum Mittelrohr des Zielfernrohrs passen, beispielsweise 1 Zoll, 30 mm, 34 mm oder 36 mm.
- Montage über eine integrierte Schiene: Das Zielfernrohr besitzt eine spezielle untere Schnittstelle, beispielsweise eine Zeiss-Innenschiene, Swarovski-SR-Schiene, Schmidt-&-Bender-Convex-Schiene oder eine andere kompatible Ausführung.
Ein 30-mm-Montagering darf nicht für ein Mittelrohr mit 1 Zoll verwendet werden, auch wenn der Maßunterschied gering erscheint. Ebenso sind die verschiedenen integrierten Zielfernrohrschienen nicht automatisch untereinander kompatibel.
Weaver und Picatinny: ähnlich, aber nicht identisch
Weaver- und Picatinny-Schienen besitzen Quernuten und sehen sich ähnlich, unterscheiden sich jedoch in ihren Abmessungen. Viele für Weaver ausgelegte Bauteile können auf bestimmten Picatinny-Schienen montiert werden. Ein für Picatinny entwickelter Rückstoßstollen passt dagegen nicht zwangsläufig in eine schmalere Weaver-Nut.
Die Kompatibilität muss anhand der technischen Angaben von Schiene und Montage geprüft werden. Wichtig sind insbesondere die Breite des Rückstoßstollens, die Abmessungen und Lage der Quernuten sowie die verfügbare Montagelänge.
Bei Büchsen mit starkem Rückstoß muss der Rückstoßstollen sauber an der dafür vorgesehenen Nut anliegen, damit sich die Montage nicht in Längsrichtung verschiebt.
APEL EAW Montage Schritt für Schritt auswählen
- Waffe bestimmen: Hersteller, Modell, Ausführung, Systemlänge und gegebenenfalls Baujahr.
- Waffenseitige Schnittstelle prüfen: modellspezifische Basen, Picatinny-Schiene, Weaver-Schiene, Prismenschiene oder andere Aufnahme.
- Zielfernrohr bestimmen: vollständiges Modell, Mittelrohrdurchmesser oder Art der integrierten Zielfernrohrschiene.
- Objektivgehäuse messen: Den tatsächlichen Außendurchmesser verwenden, nicht nur den angegebenen Objektivdurchmesser.
- Mindesthöhe ermitteln: Lauf, Systemhülse, offene Visierung, Schutzkappen und weiteres Zubehör berücksichtigen.
- Montageart auswählen: Schwenkmontage, Aufschub-/Aufkippmontage, feste Montage, Ringe auf einer Schiene oder Oberteil für eine integrierte Zielfernrohrschiene.
- Artikelnummer kontrollieren: Technische Daten und Zeichnung der konkreten EAW-Ausführung prüfen.
- Anschlag bewerten: Das Zielfernrohr sollte so niedrig wie sinnvoll sitzen, ohne den Freiraum oder die natürliche Kopfhaltung zu beeinträchtigen.
Praktische Auswahlbeispiele
Pirschbüchse mit 3–12x50-Zielfernrohr und 30-mm-Mittelrohr
Zuerst wird der äußere Objektivdurchmesser gemessen. Danach werden die vorhandene Waffenbasis und die erforderliche Montagehöhe bestimmt. Soll das Zielfernrohr für Transport oder Wartung abgenommen werden, kann eine kompatible Schwenk- oder Aufkippmontage sinnvoll sein. Die Montageringe müssen exakt für ein 30-mm-Mittelrohr ausgelegt sein.
Ansitzbüchse mit 2,5–15x56-Zielfernrohr
Ein 56-mm-Objektiv benötigt häufig mehr Freiraum über dem Lauf als ein 42-mm-Objektiv. Trotzdem sollte nicht automatisch die höchste verfügbare Bauhöhe gewählt werden. Eine unnötig hohe Montage kann den Anschlag und die Wangenauflage verschlechtern. Maßgeblich sind der tatsächliche Außendurchmesser, vorhandene Schutzkappen und die Geometrie der Büchse.
Zielfernrohr mit Zeiss-Innenschiene oder Swarovski-SR-Schiene
Bei dieser Konfiguration werden keine Montageringe nach Mittelrohrdurchmesser ausgewählt. Benötigt wird ein Oberteil, das exakt zur jeweiligen integrierten Zielfernrohrschiene passt. Zusätzlich müssen Bauhöhe, Position auf der Waffe und der erforderliche Augenabstand berücksichtigt werden.
Rotpunktvisier für die Drückjagd
Ein Rotpunktvisier benötigt eine Montageplatte oder einen Adapter für sein konkretes Befestigungsprofil. Ziel ist meist eine niedrige Position für einen schnellen und natürlichen Anschlag. Gleichzeitig dürfen Verschluss, System oder offene Visierung nicht beeinträchtigt werden.
Wechsel zwischen Tagesoptik und zweitem Zielgerät
Sollen zwei Optiken auf derselben Waffe verwendet werden, benötigt jede Optik die dazu passenden und korrekt eingestellten Montagekomponenten. Auch bei einem wiederholgenauen Wechselsystem sollte nach jedem Wechsel die Treffpunktlage kontrolliert werden.
Richtiges Anzugsdrehmoment für Basen und Montageringe
Zu gering angezogene Schrauben können sich unter dem Rückstoß lösen oder eine Verschiebung der Montage verursachen. Ein überhöhtes Anzugsdrehmoment kann dagegen das Mittelrohr markieren oder verformen, die inneren Verstellmechanismen beeinträchtigen oder Schrauben und Gewinde beschädigen.
Grundregel: Es gelten die Angaben des Montageherstellers und des Zielfernrohrherstellers für die konkreten Produkte. Werden unterschiedliche Höchstwerte genannt, ist der niedrigere Wert einzuhalten.
Es gibt kein universelles Anzugsdrehmoment für alle Montageringe, Basen und Zielfernrohre. Der zulässige Wert hängt unter anderem von Schraubengröße, Material, Gewinde, Oberflächenbehandlung, Ringkonstruktion und Belastbarkeit des Zielfernrohrmittelrohrs ab.
Fachgerechte Montage
- Nur an einer vollständig entladenen Waffe arbeiten.
- Auflageflächen reinigen und auf Grate oder Fremdkörper kontrollieren.
- Passendes und unbeschädigtes Werkzeug verwenden.
- Das Mittelrohr spannungsfrei in die Montageringe einsetzen.
- Den Augenabstand in einer realistischen Anschlagposition einstellen.
- Das Absehen vor dem endgültigen Anziehen ausrichten.
- Die Schrauben schrittweise und gleichmäßig anziehen.
- Bei vorgegebenem Anzugsdrehmoment einen geeigneten Drehmomentschlüssel verwenden.
- Keine Klebstoffe, Zwischenlagen oder Schraubensicherungen verwenden, sofern diese nicht ausdrücklich zugelassen sind.
- Die freie Betätigung des Verschlusses und ausreichende Abstände kontrollieren.
- Nach der Montage die Waffe einschießen und die Befestigung anschließend prüfen.
Müssen Montagebasen angepasst, Schwenkfüße eingestellt, Spannungen beseitigt oder Arbeiten am System der Waffe vorgenommen werden, sollte die Montage von einem qualifizierten Büchsenmacher durchgeführt werden.
Häufige Probleme und mögliche Ursachen
| Problem | Mögliche Ursache | Was geprüft werden sollte |
|---|---|---|
| Objektivgehäuse berührt den Lauf | Bauhöhe zu gering oder Außendurchmesser größer als angenommen. | Objektivgehäuse, BH, Basis und verfügbarer Freiraum. |
| Zielfernrohr sitzt zu hoch | Unnötig hohe Montageausführung. | Möglichkeit einer niedrigeren, weiterhin kollisionsfreien Ausführung. |
| Treffpunktlage verändert sich | Spiel, falsches Drehmoment, fehlerhafte Auflage oder inkompatible Bauteile. | Basen, Schrauben, Verschlüsse, Anlageflächen und Einschießen. |
| Zielfernrohr wandert in den Ringen | Falscher Ringdurchmesser, verschmutzte Flächen oder ungeeignetes Drehmoment. | Mittelrohrdurchmesser, Sauberkeit und Herstellervorgaben. |
| Verstelltürme lassen sich ungewöhnlich schwer bedienen | Mögliche Verspannung oder übermäßiger Druck auf das Mittelrohr. | Ausrichtung der Montageringe und angewandtes Drehmoment. |
Bauteile einer APEL EAW Montage
Je nach Montagesystem kann eine APEL-EAW-Konfiguration aus vorderen und hinteren Basen, Vorder- und Hinterfüßen, Oberteilen, Montageringen, Hebeln, Verschlüssen, Montageschienen, Schrauben und Adaptern bestehen. Ähnlich aussehende Teile sind nicht automatisch austauschbar.

Für die eindeutige Bestellung eines Bauteils werden möglichst die EAW-Artikelnummer, das genaue Waffenmodell, das Zielfernrohr, das vorhandene Montagesystem und die Maße der bereits montierten Teile benötigt. Eine allgemeine Beschreibung wie „EAW Hinterfuß“ reicht normalerweise nicht aus, um die Kompatibilität sicher festzustellen.
Häufig gestellte Fragen zu APEL EAW Montagen und BH
Was bedeutet BH bei einer APEL EAW Montage?
BH steht für Bauhöhe. Der Wert wird in Millimetern angegeben und beschreibt die konstruktive Höhe eines Bauteils oder einer Montage entsprechend der jeweiligen technischen EAW-Referenz.
Passt BH10 zu einem Zielfernrohr mit 42-mm-Objektiv?
Das lässt sich anhand dieser beiden Angaben nicht sicher feststellen. Zusätzlich müssen der äußere Objektivdurchmesser, der BH-Bezugspunkt, die Montagebasis, das Waffenmodell und die resultierende Gesamthöhe geprüft werden.
Welche BH benötige ich für ein Zielfernrohr mit 56-mm-Objektiv?
Ein 56-mm-Objektiv benötigt häufig mehr Freiraum als ein 42-mm-Objektiv. Eine allgemeingültige BH gibt es jedoch nicht. Der äußere Objektivdurchmesser und der Höhenunterschied zwischen Basis und Lauf müssen gemessen werden. Danach wird anhand der technischen Zeichnung die passende EAW-Ausführung ausgewählt.
Bestimmt der Objektivdurchmesser die Größe der Montageringe?
Nein. Der Innendurchmesser der Montageringe muss exakt dem Mittelrohrdurchmesser entsprechen, beispielsweise 1 Zoll, 30 mm, 34 mm oder 36 mm. Der äußere Objektivdurchmesser ist für die Ermittlung der Montagehöhe relevant.
Passt eine Weaver-Montage auf eine Picatinny-Schiene?
Das ist in vielen Fällen möglich, darf aber nicht grundsätzlich vorausgesetzt werden. Rückstoßstollen, Quernuten und die vom Hersteller angegebene Kompatibilität müssen geprüft werden.
Was ist der Unterschied zwischen einer Schwenkmontage und einer Aufkippmontage?
Bei einer Schwenkmontage wird der Vorderfuß in die Aufnahme eingesetzt und eingeschwenkt, bevor der Hinterfuß verriegelt. Eine Aufkippmontage verwendet ihr eigenes Anlage- und Verschlusssystem auf kompatiblen Basen oder Schienen. Die Wahl richtet sich nach Waffe, Zieloptik und Verwendungszweck.
Bleibt die Treffpunktlage bei einer EAW Schwenkmontage erhalten?
Das System ist bei fachgerechter Montage und Einstellung auf eine hohe Wiederholgenauigkeit ausgelegt. Nach dem Abnehmen, Wiederaufsetzen oder Wechseln einer Zieloptik sollte die Treffpunktlage dennoch kontrolliert werden.
Mit welchem Drehmoment werden die Montageringe angezogen?
Maßgeblich sind die Angaben des Zielfernrohr- und Montageherstellers für die konkreten Produkte. Werden unterschiedliche Höchstwerte genannt, gilt der niedrigere Wert. Ein allgemeines Drehmoment für sämtliche Montageringe gibt es nicht.
Sollte Schraubensicherung verwendet werden?
Nur wenn sie in den Anweisungen des jeweiligen Bauteils ausdrücklich zugelassen ist. Art und Menge müssen für das Gewinde geeignet sein und eine spätere Demontage ermöglichen. Schraubensicherung ersetzt keine fachgerechte Montage.
Kann ich eine APEL EAW Montage selbst montieren?
Bestimmte Montagen für vorhandene Schienen können bei entsprechender Fachkenntnis nach Herstelleranleitung montiert werden. Schwenk- und Einhakmontagen sowie Systeme, die angepasst, eingepasst oder an der Waffe bearbeitet werden müssen, gehören in die Hände eines qualifizierten Büchsenmachers.
Welche Angaben werden zur Bestimmung einer kompatiblen Montage benötigt?
Benötigt werden das genaue Waffenmodell und seine Ausführung, die waffenseitige Schnittstelle, das vollständige Zielfernrohrmodell, der Mittelrohrdurchmesser oder die integrierte Schiene, der äußere Objektivdurchmesser und der vorgesehene Einsatzzweck.
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Weitere Grundlagen zu Basen, Montageringen, Weaver- und Picatinny-Schienen sowie zur richtigen Montagehöhe finden Sie in unserem Ratgeber zur Auswahl von Zielfernrohrmontagen, Ringen und Schienen.